Gegen sexualisierte Gewalt

Das Projekt „gegen sexualisierte Gewalt“, das an unserer Schule fester Bestandteil ist, soll durch Öffentlichkeitsarbeit und präventive Arbeit langfristig sexualisierter Gewalt entgegengenwirken. Die Gefährdung von Kindern wird durch Unterstützung in Schule und Elternhaus reduziert.

Innerhalb der zugehörigen Bausteine werden Kinder und Elternhaus in ihrer Gefühlswahrnehmung gestärkt, sie bekommen Widerstandsstrategien vermittelt und Begrifflichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Bausteine, die von externen Partnern angeboten werden, sind eng mit der Unterrichtsgestaltung in allen Klassen sowie anderen fachübergreifenden Schwerpunkten wie der emotionalen Erziehung verknüpft. 

 

Folgende externe Partner unterstützen das Thema „Gegen sexualisierte Gewalt“ an unserer Schule:

 

 

 

Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt

 

Wilhelmstraße 27

 

53111 Bonn

 

 

 

Polizeipräsidium Bonn

 

Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz

 

Königswinterer Straße 500

 

53227 Bonn

 

 

 

Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück

 

Lange Straße 15/17

 

49080 Osnabrück

 

www.tpw-osnabrueck.de

 

 

 

Die Bausteine im Einzelnen:

 

 

 

Klassen 1l2

 

Informationsabend „Prävention von sexueller Gewalt an Kindern“

 

(alle 2 Jahre)

 

 

 

Ziele des Informationsabends für die Eltern der Klassen 1 und 2 sind sachliche Aufklärung, der Abbau von Ängsten und Unsicherheiten sowie die Vorstellung konkreter präventiver.

 

Bei diesem Baustein handelt es sich um ein kostenfreies Angebot des Bereichs Kriminalprävention/ Opferschutz des Polizeipräsidiums Bonn.

 

 

 

Klasse 2

 

Theaterstück  „Die große Nein-Tonne“ (optionaler kostenpflichtiger Baustein)

 

Mit dem Stück „Die große Nein-Tonne“ sollen die Kinder für ihre Gefühle und Ängste sensibilisiert werden. Sie sollen von klein auf lernen, ihrem Gespür nachzugehen: Habe ich ein Ja-Gefühl? Habe ich ein Nein-Gefühl? Wann ist es wichtig, meinem Nein-Gefühl nachzugeben? Diese Fragen werden im Theaterstück spielerisch aufgegriffen und mit den Kindern diskutiert. Darüber hinaus sollen die Kinder erfahren, dass sie auch Erwachsenen gegenüber das Recht haben, laut und deutlich NEIN zu sagen, wenn ihre Grenzen nicht respektiert werden.

 

„Die große Nein-Tonne“ bereitet auf das Thema Sexuelle Gewalt vor. Dieses wird mit dem Theaterstück „Mein Körper gehört mir“ in Klasse 3/4 vertieft. 

 

Weitere Informationen zum Theaterstück sind einsehbar unter www.tpw-osnabrueck.de.

 

Dieser Baustein muss durch die Eltern finanziert werden. Auf dem Klassenpflegschaftsabend wird über das Angebot abgestimmt.

 

 

 

 

 

Klasse 3/4 

 

Theaterstück für Eltern der Klasse 3/4„Mein Körper gehört mir!“  (kostenpflichtiger Baustein mit Unterstützung des Fördervereins)

 

 

 

Kinder, die eine gute Gefühlswahrnehmung haben und über Widerstandstrategien verfügen, sind weniger gefährdet als andere Kinder. Daher setzt Prävention an der Wahrnehmung der Kinder an. Erwachsene können zusätzlich Unterstützung und Schutz bieten.

 

 

 

Bevor die Kinder das Theaterstück „Mein Körper gehört mir“ sehen, werden die Eltern auf die Thematik vorbereitet. Sie lernen die Begrifflichkeiten kennen, mit denen die Kinder vertraut gemacht werden und können diese zu Hause aufgreifen. Auch müssen sie die Widerstandsstrategien kennen, die die Kinder üben, um ihre Kinder diesbezüglich stärken zu können.

 

 

 

Die Teilnahme der Eltern an diesem Abend ist unmittelbare Voraussetzung für eine gute präventive Arbeit in Elternhaus und Schule!

 

 

 

Dieser Baustein wird vom Förderverein der Schule unterstützt.

 

 

 

Klasse 3/4

 

Theaterstück für Kinder „Mein Körper gehört mir!“

 

(kostenpflichtiger Baustein mit Unterstützung des Fördervereins)

 

Das Theaterstück „Mein Körper gehört mir“ ist ein 3-teiliges interaktives Präventionsprogramm für Kinder der 3. und 4. Klassen über die Grenzen, die niemand überschreiten darf.

 

 

 

„Wenn wir ein Ja-Gefühl haben, können wir Ja sagen, wenn wir ein Nein-Gefühl haben, können wir Nein! Sagen. Wir können anderen sagen, wie wir uns fühlen, wenn wir berührt werden.“

 

 

 

Hände abklatschen ist toll, und auch beim sanften Bürsten durch die Haare hat man ein schönes Gefühl, ein Ja-Gefühl. Doch wenn der Nachbar einem beim Halten des Tennisschlägers an den Po fasst, löst dies ein Nein-Gefühl aus. Es gibt Berührungen, die wir nicht wollen. Davon und wie man auf sie reagiert, handeln die Spiel- und Interaktionsszenen von  „Mein Körper gehört mir!“.

 

 

 

Das Stück macht Kindern Mut, sich auf ihre Gefühle zu verlassen. Sie lernen, dass sie sich laut und deutlich äußern dürfen, wenn sie ein Nein-Gefühl spüren. Darüber hinaus wird ihnen auf spielerische und zugleich ernste Art vermittelt, welche Handlungsalternativen ihnen in schwierigen Situationen zur Verfügung stehen. Hier helfen die drei Fragen!

 

 

 

„Die 3 Fragen:

 

 

       1. Habe ich ein Nein-Gefühl?

 

       2. Weiß jemand, wo ich bin?

 

       3. Bekomme ich Hilfe, wenn ich sie brauche?“

 

 

 

Darüber hinaus werden die Kinder ermutigt, sich Menschen anzuvertrauen, wenn sie ein Nein-Gefühl verspüren. Nur so können sie verstanden, getröstet und vor allem unterstützt werden. Dies sind lebenswichtige Erfahrungen für ein Kind. 

 

Weitere Informationen zum Theaterstück sind einsehbar unter www.tpw-osnabrueck.de.

 

 

 

Dieser Baustein muss von den Eltern finanziert werden und wird vom Förderverein der Schule unterstützt.