Der GGS Arnold-von-Wied wurde das "Gütesiegel Individuelle Förderung" verliehen.

Seit dem Jahr 2009 hängt das Gütesiegel rechts neben unserem Schultor.

 

Es gilt jedes Kind bezogen auf seine individuellen Stärken und Schwächen durch differenzierenden Unterricht und ein anregungsreiches Schulleben nachhaltig zu fördern; so steht es in Richtlinien und Lehrplänen des Ministeriums von NRW.

 

Förder - und Teamunterricht

Diesem Anspruch suchen wir durch Förder - und Teamunterricht gerecht zu werden:

- Kindern, denen ein bestimmter Lernbereich schwerer fällt, werden in kleinen Gruppen oder auch einzeln gesondert gefördert.

- Kinder, die beispielsweise im Fach Mathematik besondere Stärken zeigen, werden durch weitergehende und anspruchsvollere Aufgabenstellungen gefordert und somit auf ihrem eigenen Niveau gefördert.

- In jeder Klasse gibt es einzelne Stunden, in denen ein Team von zwei Lehrerinnen mit den Kindern arbeitet. Dies ermöglicht schnell und effizient eine differenziertere Auseinandersetzung mit den Stärken und Schwächen der Kinder.

 

Erstes Schuljahr

Gleich zu Beginn ihrer Schulzeit haben wir besonders die Schulneulinge im Blick. Verstärkt arbeiten wir in den Anfangsklassen im Team,

- um den Kindern das Einleben in den neuen und noch ungewohnten Schulalltag zu erleichtern und

- um bei Bedarf individuell und schnell Hilfen geben zu können.

Verfahren der Diagnostik helfen uns dabei, festzustellen, wo jedes Kind in seinem Leistungsvermögen steht. So können wir mit den einzelnen Schülern und Schülerinnen gezielt arbeiten, Lernkompetenzen aufbauen und verbessern.

 

Wechsel in eine höhere Klasse

Des Weiteren unterstützen wir Kinder, die in einem Fach unterfordert sind und schneller lernen als andere. In Absprache mit der Klassenlehrerin wechselt das Kind dann in den Fachstunden in die höhere Klasse (z.B. ein Kind aus der 2. Klasse nimmt am Mathematikunterricht der 3. Klasse teil).

Ist ein Kind insgesamt in seiner Klassenstufe unterfordert, wechselt es durch Beschluss der Zeugniskonferenz in die nächsthöhere Klasse. Grundlage einer solchen Entscheidung ist stets eine intensive Beratung mit den Eltern, aber auch der Lehrerinnen untereinander. Selbstverständlich wird solch eine Entscheidung nur im Einvernehmen mit Eltern und Kind getroffen.

 

Weitere Förderungs- und Differenzierungskonzepte

Weitere Förderungs- und Differenzierungskonzepte verfolgt die Schule in folgenden Bereichen:

in Deutsch:

- mit der Rechtschreibwerkstatt: Hier lernen und üben die Kinder differenziert und in ihrem eigenen Rhythmus nach und nach alle Bereiche der Rechtschreibung. Regelmäßige Diagnosen zeigen Lernfortschritte und eröffnen neue Arbeitsbereiche.

- Deutsch als Zweitsprache: Anhand von Alltagssituationen oder gespielten Situationen, mit Hilfe von Bild- und anregenden Lernmaterialien wird die Sprachkompetenz der Kinder beständig erweitert. Die korrekte Aussprache wird geübt, der Wortschatz auf- und ausgebaut. Der richtige Gebrauch von Artikel und Fällen wird in spielerischen Übungen immer wieder trainiert.

- Teilnahme an Antolin, einem Online-Portal zur Leseförderung, das den Kindern Quizfragen zu den gelesenen Büchern stellt, die die Kinder online beantworten können.

- Leseolympiade, Büchereibesuche, regelmäßige Ausleihe in unserer eigenen kleinen Bücherei und Autorenlesungen

 

 

in Mathematik:

- im ersten Schuljahr durch systematisch aufgebaute Übungen mit allen Kindern zunächst für den Zahlenraum bis 10, danach für den Zahlenraum bis 20 sowie darüber hinaus durch einen speziellen Zahlenkurs, der so aufgebaut ist, dass die Kinder sich den Zahlenraum bis 20 individuell und eigenverantwortlich in ihrem eigenen Rhythmus erarbeiten können.

- Dieser Zahlenkurs wird ergänzt und erweitert durch einen Kurs für den Zahlenraum bis 100 im zweiten Schuljahr.

- Förder- und Forderkurse für alle Klassen,

in Sachunterricht

- durch eine Orientierung auf den handelnden Umgang mit unterschiedlichen Themen und Materialien. Möglichst eigenaktiv und orientiert an ihren Interessen beobachten, untersuchen, präsentieren, erschließen und erkennen die Kinder neue Lerninhalte im Sachunterricht.

 

durch unsere Friedenserziehung:

- In jedem Schuljahr findet eine "Woche des Miteinanders" statt, in der wir mit den Kindern für ein friedliches und gewaltfreies Schulleben arbeiten.

- Für alle Schüler der dritten Klassen findet ein spezielles Streitschlichtungstraining statt. Dabei werden die Schüler v.a. durch Rollenspiele in die Lage versetzt, schwierige Situationen mit Worten zu lösen, ihre Aggressionen nicht in Form von Gewalt auszuleben, ihre Gefühle besser wahrzunehmen und ihre Impulse zu kontrollieren. Dieses Training erstreckt sich über 13 Wochen zu je zwei Schulstunden, so dass viel Zeit bleibt für das Einüben konstruktiver Handlungsalternativen.

- Für die Kinder im ersten Schuljahr heißt das Projekt gewaltfreie Kommunikation. Sie lernen den respektvollen Umgang miteinander, Gefühle und Wünsche anderer wahrzunehmen und darauf einzugehen. In spielerischen Situationen trainieren sie mögliche Lösungen für Konfliktfälle.

- Viertklässler werden zu Beginn des Schuljahres zu Streitschlichtern ausgebildet, d. h. sie werden zu "Experten" im Streitschlichten und können ihr Wissen an die anderen Schüler weitergeben und aktiv dazu beitragen, dass in unserer Schule ein friedvolles und faires Miteinander gelebt wird.

Bitte lesen Sie weiter unter: Friedenserziehung und Projekte

 

Kindersprechtag

Nicht wegzudenken ist der Kindersprechtag in Bezug auf die individuelle Förderung der Kinder.

Das schreiben zwei Schülerinnen:

"In unserer Schule gibt es für alle Klassen Kindersprechtage. Beim Kindersprechtag kommt jedes Kind einzeln zu seiner Lehrerin, während die restliche Klasse bei einer Teamlehrerin ganz normal Unterricht hat. An einem Kindersprechtag kann jedes Kind sagen, was es gut findet und was es ändern möchte oder auch, welche Themen es sich im Sachunterricht oder in anderen Fächern wünscht. Es wird auch besprochen, wie der Schüler/die Schülerin sich selber in den einzelnen Fächern sieht. Die Lehrerin erklärt dem Kind, wenn sie die Leistungen anders beurteilt. Zusammen beschließen der Schüler und die Lehrerin auch, was noch geübt werden muss und wie die Lehrerin dabei helfen kann. Wir finden den Kindersprechtag schön, weil dann jeder auch mal einzeln der Lehrerin seine Meinung sagen kann."

Bitte lesen Sie weiter unter: Leistungserziehung