Kleine Geschichte der Arnold-von-Wied-Schule

Anfang der 1850er Jahre beschloss die Gemeinde, einen Schulneubau auf dem Gelände des ehemaligen Gutshofes "Büchel" zu errichten. Ein kleines eingeschossiges Gebäude sollte erhalten bleiben und als Lehrerwohnung dienen. Südlich daran anschließend sollte die neue Schule entstehen. Sie wurde in den Jahren 1855 - 56 als zweigeschossiges Gebäude auf annähernd quadratischem Grundriss von Mathias Becker aus Vilich-Rheindorf errichtet.
Die Schule erfuhr bis heute fünf Erweiterungsbauten, wobei der Ursprungsbau erhalten blieb.

 

 

 

 

Bis zum Umbau der Jahre 1938 - 39 waren die Wohnungen für die Lehrerinnen und   Lehrer immer im Schulgebäude integriert. Bei Eröffnung der Schule am 26. Oktober 1857 gab es den Quellen zufolge eine Klasse mit 164 Kindern, der einzige Lehrer der Schule war Heinrich Fuhrmann. Ostern 1859 wurde eine 2. Klasse eingerichtet und ab 1866 wurden die Kinder nach Geschlecht getrennt jeweils einer Klasse zugewiesen. Die erste Lehrerin der Mädchenklasse war Margaretha Behr.

Nach dem Umbau 1869 - 70 wurde die Schule zunächst auf drei Klassen, 1884 dann auf vier Klassen erweitert.

Der zweite Erweiterungsbau folgte 1891 - 92, indem das kleine Gebäude mit der Lehrerwohnung niedergelegt und an dieser Stelle ein zweiteiliger Neubau errichtet wurde. Die Schule bestand im Jahre 1891 aus vier Klassen mit insgesamt 460 Schülern.

1938 - 39 erfolgte ein weiterer Um- und Ausbau, jedoch wurde die Schule wegen "kriegsbedingter Zweckenfremdung" (Heinrich Neu) und den bald einsetzenden Kriegshandlungen bis 1945 ganz oder teilweise geschlossen. 1962 - 65 wurde auf der Hofseite ein Erweiterungsbau angefügt, die Pausenhalle, die Toilettenanlagen und das Gebäude Vilicher Str. 4 mit Sonderräumen im Erdgeschoss und der Hausmeisterwohnung im 1. OG errichtet, in der sich heute die Übermittagsbetreuung durch den ABC Club e.V. befindet.

Ein zweiter Erweiterungsbau entstand 1999. In ihm befinden sich zwei weitere Klassenräume und ein großzügig gestalteter Medienraum.

Grundsanierung der Schule

Von August 2006 - April 2007 wurde die Schule grundsaniert. 

Am 16.04.07 weihten wir die "neue" Schule ein.

 

Der offene Ganztag an der Arnold-von-Wied-Schule

Wir starteten im Schuljahr 2004/ 2005 mit dem Träger Haus Michael in den offenen Ganztag. Die vier OGS-Gruppen wurden an drei verschiedenen Stellen betreut. Zwei Gruppen mit den Erstklässlern blieben in der Schule, eine Gruppe musste ins Haus Michael laufen und eine weitere ins Clubheim Preußen Bonn auf den Sportplatz an der Wittestraße.
Im darauffolgenden Jahr fand ein Trägerwechsel zu den Betreuten Schulen statt.
Gleichzeitig konnten wir im Sommer desselben Jahres unser erstes renoviertes OGS-Gebäude in der Vilicher Straße 20 eröffnen. Ein ehemaliges Obdachlosenasyl wurde vom Städtischen Gebäudemanagement in ansprechende, freundliche Gruppenräume plus einer Mensa umgestaltet. Die OGS-Kinder nahmen die Räume sofort an und fühlten sich hier sehr wohl.

 

 

Aber schon bald stellte sich heraus, dass die Räume für den stetig steigenden Bedarf an OGS-Plätzen zu knapp bemessen waren.
Es bot sich ein Gebäude (Vilicher Straße 22) neben dem bestehenden OGS-Haus an, das seit mehreren Jahren leer stand. Mit engagierten Eltern, mit Unterstützung der Beueler Bezirksvertreter erhielten wir für die Erweiterung der OGS auch dieses Gebäude und weihten es nach umfangreicher Renovierung im Mai 2011 ein. In dem neuen Haus brachten wir die Mensa unter und richteten im 1. Stock Differenzierungs- und Funktionsräume ein, in denen sowohl Schule als auch OGS arbeiten kann.